BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei 1. Mai Kundgebung in Stadthagen

Informationsstand von Bündnis90/Die Grünen auf der Kundgebung des DGB am 01. Mai 2026 in Stadthagen
Text & Foto: Bündnis90/Die Grünen KV Schaumburg | Sven Frings-Michalek (li.), Fabian Niepelt und Kai Habel vom OV Bückeburg

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. So hat der DGB zur diesjährigen 1. Mai Kundgebung in Stadthagen eingeladen.

Auch vor Ort war BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN inklusive dem Bundestagsabgeordneten Helge Limburg. Das Hauptthema der Veranstaltung: Die ungleiche Verteilung des Vermögens in Deutschland und die Gefahr von Rechtspopulisten. So besäßen 1% Prozent der Bevölkerung ein Drittel des gesamten Volksvermögens, während bei sozialschwachen Personen immer weiter gekürzt würde. Helge Limburg sicherte in seinem Redebeitrag zu, dass wir uns immer dem Rechtspopulismus entgegenstellen, weil wir für die Arbeitnehmerrechte laut bleiben.

Mit Blick auf die Vergangenheit sprach Helge Limburg über das Schicksal der Gewerkschaften, die während der Nazizeit zerschlagen und enteignet wurden und über die eingeschränkten Rechte von Betriebsräten in Ungarn unter Orbans Regime. Als größtes Friedensprojekt in der Geschichte Europas lobte er die Europäische Union und warnte davor, diese in Frage zu stellen, wie die AfD es tut. Denn dieses gefährde nicht nur den Frieden und Sicherheit, sondern auch die Rechte der Arbeitnehmer*innen.

Weiter führte er aus, dass die aktuellen Zeiten herausfordernd seien, Angst machten und dabei das Gefühl aufkäme, Klimaschutz wäre einer der Gründe. Doch es zeige sich bei den steigenden Preisen für Öl und Gas, dass kein Klimaschutz noch viel teurer sei und unsere Arbeitsplätze gefährde. So würde der Ausbau der Erneuerbaren Energien zu niedrigeren Energiepreisen führen und die industrielle Grundlage sichern.

Zur aktuellen Regierung äußerte sich Helge Limburg so, dass Reformen mit positiver Hoffnung verbunden sein müssten und nicht immer nur davon geredet werden müsse, was wir den Arbeitnehmer*innen, oder auch den SGB II Empfänger*innen oder den Rentner*innen noch mehr auf die Schultern auflegen können, wie der aktuelle Bundeskanzler es momentan täte. Denn die reichsten der Reichen dürften sich nicht aus der Finanzierung des Gemeinwohls zurückziehen, sondern müssten sich über Erbschafts- oder Vermögenssteuern an dieser beteiligen.

Nach den Redebeiträgen konnte bei guter Musik noch ausgelassen diskutiert werden. Auch am Stand von Bündnis 90/Die Grünen wurde fleißig diskutiert. Themen waren zum Beispiel der nachhaltige Brückenbau oder dass man Robert Habeck doch vermissen würde. Auch ein Neumitglied konnte gewonnen werden.

Die Kundgebung machte deutlich, wie eng soziale Gerechtigkeit, demokratische Stabilität und konsequenter Klimaschutz miteinander verknüpft sind. Gleichzeitig zeigte sie, dass der politische Dialog vor Ort lebendig bleibt und viele Menschen bereit sind, sich aktiv für eine gerechtere Zukunft einzusetzen.